Aus dem Leben der Tupperware Regionaldirektorin

Gespräch mit Herrn Walter Frei, Ehemann der Bewohnerin Rita Frei


Während dem ganzen Gespräch ist förmlich spürbar, wie stolz Herr Frei auf seine innovative und tüchtige Frau ist. Immer aber schwingt auch ein bisschen Melancholie mit, denn klar ist auch, dass diese Erinnerungen bei seiner Frau langsam verblassen. Umso wichtiger sind solche Geschichten wie diese hier.




In erster Linie drehte sich das Leben von Rita Frei um ihre Kinder und ihren Mann. Sie ist eine liebevolle Mutter und Ehefrau. Doch um die 40ig, also in den 1975er Jahren, durch Mitinitiative ihres Mannes, schlug sie einen anderen Weg ein– der einer erfolgreichen Geschäftsfrau. Das 1938 in den USA gegründete Unternehmen Tupper Company, wollte sie in der Ostschweiz etablieren.


Frau Frei war immer eine sehr gesellige Frau, liebte es, sich mit Kolleginnen der Frauenriege zu treffen und sich auszutauschen. Das Verhandeln und Verkaufen machte ihr deshalb enorm viel Freude was ihr schnell einen grossen Kundenstamm einbrachte. Es ging rasant, das Geschäft florierte. 1995 konnte sie über 400 Mitarbeitende beschäftigen und war verantwortlich für mehrere Bezirke bis hin zur Schweizer Regionalmanagerin. Auch Herr Frei hat es gepackt: er gab seinen Beruf als Elekrtriker auf und stieg ins Tupper-Business ein. Es lief gut, aber anstrengend und hart war es dennoch. Herr Frei erinnert sich gut an die Dienstag-Meetings, denn dann mussten sie dem Headquarter in Nyon Red und Antwort stehen, die Verkaufszahlen liefern und die neue Bestellung aufgeben.


Rita Frei war begeistert von der Verkaufsidee – den sogenannten Tupper-Partys. Nachdem Sie selber als Kundin teilgenommen hatte, wollte sie bald auch eigenen solche Heimverkaufs-Events organisieren. Rita Frei überliess dann den Frauen, welche diese Tupper-Partys organisierten, einen Teil des Umsatzes als Verdienst. So konnten sich damals Hausfrauen einen guten Nebenverdienst erwirtschaften, ihr Arbeitspensum selber einteilen und sie erhielten Anerkennung für die getätigte Arbeit. Weiter wurden Umsatzwettbewerbe veranstaltet, wo gute Verkäuferinnen Geschenke erhielten und so die Motivation weiter gesteigert wurde.


Herr Frei agierte im Hintergrund, war verantwortlich für das Lager und führte die Buchhaltung. Er unterstützte seine Frau stets voll und ganz und ist, wie eingangs erwähnt, enorm stolz auf das, was seine Frau zu dieser Zeit erreicht hat. Als Dank für die geleitstet Arbeit konnte das Ehepaar einige Reisen unternehmen – so auch in die Tupperware-Fabrik in den USA.